Fernsehtipp: 6 coole Dokus, die du auf keinen Fall verpassen darfst

Wenn ich „Fernsehtipp“ schreibe, dann meine ich das nicht im wörtlichen Sinn. Jedenfalls nicht im Sinne von Programmzeitungen. Ich gucke analoges Fernsehen ehrlich gesagt so gut wie gar nicht (mehr). Manchmal denke ich, es gehört für uns Journalisten schon fast zu guten Ton, ÜBERHAUPT NICHT fernsehen zu gucken. 

Ich gucke trotzdem noch. Allerdings tatsächlich so gut wie nie Spielfilme und ganz und gar niemals irgendwelche Shows. Allein das Geräuschsznenario macht mich verrückt.

Die letzte Serie habe ich online auf ARTE geguckt. Sie heißt „Das Team“ – Staffel 2 mit dem wunderbar schrägen Jürgen Vogel als deutscher Kommissar in einem deutsch-schwedisch-belgischen Ermittlertrio. Es geht darin um mörderischen Handel mit syrischer (Raub-)Kunst und Antiquitäten. Der Anfang ist ein bisschen sperrig, aber dann wird’s richtig gut.  Aber darüber will ich dir ja hier eigentlich gar nichts erzählen.

Am liebsten gucke ich nämlich tatsächlich Dokumentationen.

Dass es da auf Netflix ein paar tolle Schätzchen gibt ist ja längst kein Geheimnis mehr. Was ich darüber schnell vergesse: Auf ARTE, 3sat und später dann auf Youtube finden sich auch tolle Sachen. Einen super Service leisten übrigens die Gründerinnen von Mediasteak. Sie kuratieren für dich sämtliche Mediatheken und fischen da immer ein paar tolle Empfehlungen raus. Nicht nur Dokus und Reportagen, auch Spielfilme und Serien. 
Schau da unbedingt mal vorbei, wenn du genauso wie ich auf gut gemachtes „Fernsehen“ stehst.

So. Und hier kommen sie, meine aktuellen TOP 6 – hinter den Titeln verbirgt sich der Link zum Film.

Platz 6
Die heilsame Kraft der Meditation – ARTE (verfügbar bis 18.12.)

Klinische Studien zeigen, dass Meditation einen positiven Einfluss auf unser Gehirn hat. Die Wissenschaft erforscht, inwiefern die mentale Praxis wirksam bei Schmerzen, Depressionen und Ängsten ist. Kann die Meditation möglicherweise Krankheiten heilen oder uns gar ganz vor ihnen bewahren?

Platz 5
Der atmende Gott – Reise zum Ursprung des modernen Yoga – Amazon Prime

Ein spezieller Film. Schon ein bisschen was für Liebhaber, sowohl in der Machart, als auch im Inhalt. Aber er lebt von der Begegnung des Filmemachers – ein Yoga-Anfänger – mit indischen Yoga-Lehrern. Wenn du bis jetzt irgendwie das Gefühl hattest, dass Yoga nur eine andere Art Gymnastik ist (oder vielleicht nicht mal eine andere Art, nur ein anderes Wort), dann wirst du nach dem Film eines Besseren belehrt sein.

Platz 4
Fasten und Heilen – altes Wissen, neueste Forschung – ARTE/Youtube

Diese ARTE-Doku von 2015 ist beeindruckend. Du wirst nach dem Gucken Fasten als Mittel gegen alles entdecken. Und das ist nicht nur irgendeine alte Sache, die Erfolge des Heilfastens sind von russischen Wissenschaftlern bei zehntausenden Patienten aktenkundig belegt. Unveröffentlichte Dokumente und Studien, im Westen vollkommen unbeachtet. Wenn Fasten aber doch so gut gegen Depressionen, Rheuma und weiß-ich-nicht-was-alles hilft, warum forscht man dann nicht auch bei uns viel stärker in diese Richtung, fragst du dich? Naja, ich weiß es nicht. Ich vermute: Mit Fasten lässt sich kein Geld verdienen. Jedenfalls nicht in der Pharmaindustrie.

Platz 3
Unsterblichkeit – ARTE/Youtube

Schon allein wegen des grandiosen Einstiegs absolut sehenswert. Gibt es sie wirklich, die Unsterblichkeit? Und wenn ja, was bedeutet das eigentlich? Ein unsterblicher Geist? Ein unsterblicher Körper? Für immer jung? Oder in Form eines Klons? Eingefroren in Stickstoff? Die Doku geht allen möglichen physischen und transzendentalen Formen der Unsterblichkeit auf den Grund. Mind blowing.

Platz 2
Die magische Pille – Netflix

Behämmerter Name, super interessanter Film. Es geht um die ketogene Diät – eine nicht unumstrittene Ernährungsweise, bei der man viel Fett und wenig bis keine Kohlenhydrate zu sich nimmt. Der Film zeigt anhand von Fallbeispielen, wie diese Ernährung kranke Menschen wieder gesund macht, wie sie bei Diabetes und sogar bei leichtem Autismus zu spürbarer Besserung führt. Gleichzeitig geht die Doku der Frage auf den Grund, warum überhaupt wir jemals zu dem Schluss kommen konnten, dass Fett schädlich ist. In der Originalbeschreibung heißt es:
„People around the globe are combating illness through a paradigm shift in eating. And this simple change — embracing fat as our main fuel — is showing profound promise in improving the health of people, animals and the planet.“

Platz 1
Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt – 3sat (verfügbar bis 17.12.)

Im Frühjahr 2013 brechen Gwendolin und Patrick zu einer Reise um die Welt auf, mit dem Vorsatz, nicht zu fliegen. Immer mit dabei: ihre Kamera. Ein toller Film mit Fernweh-Garantie. Zumindest mir ging es so. Wie so oft braucht die Doku einen Moment bis sie so richtig in Schwung kommt, aber dann wird es immer schöner und zauberhafter. Insgesamt vier Jahre werden die beiden unterwegs sein. Schlappe 126 Minuten dauert der Film dann auch. Aber lass dich davon nicht abschrecken. Es lohnt sich. Der Film, der zunächst eigentlich nur als Urlaubserinnerung für Freunde gedacht war, hat es sogar ins Kino geschafft und war 2017 die erfolgreichste Doku.

Viel Spaß beim Gucken und ein paar gemütliche regnerische Abende wünsch ich dir…

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