Lecker und ruckzuck gemacht – Pausenbrote, die nach Sommer schmecken

Die Sommerferien sind rum, morgen geht hier bei uns die Schule wieder los. Sollte ich „endlich“ sagen? Irgendwie mag ich diesen Ferientrott… die Kinder schlafen lange, leben in den Tag hinein, ab und zu ein kleines Abenteuer – mehr muss es gar nicht sein. Da sind sie zum Glück ganz genügsam.

Sommer in Italien
Sommer in Italien

Das gilt übrigens nicht fürs Essen und betrifft vor allem die großen Jungs mit 12 und 14. Leider.

Der eine mag das nicht, der andere dies nicht. Und was nicht so doll gemocht wird, wird auf GAR KEINEN FALL gegessen. Butter auf dem Brot? Aus der Hölle! Lebende Tomaten? Bäh – der eine. Möhren? Bäh – der andere.

Pizza – nö! Nudeln – joah, aber ohne die komische Tomatensauce. Und Schinken geht auch nicht.

Salami – ganz ok, so lange es nicht die italienische ist. Hühnchen – manchmal, aber nur wenn es vorher nicht im Ganzen zu sehen war. Chickenwings – gerne! Hähnchenflügel (auf deutsch) – bäh. Pilze – der eine ja, der andere nur den Geschmack, aber nicht die Pilze selbst („die sind so eklig im Mund“). Die Liste lässt sich endlos fortführen.

Das Gleiche gilt natürlich jetzt zum Schulstart auch fürs Pausenbrot. 

Das ist bei uns im Haushalt bislang eigentlich Männersache. Wenn Finn bei uns ist, gibt es traditionell ein Graubrot mit Salami und Karotten- oder Paprikasticks. Das ist relativ einfach, aber zugegeben nicht so richtig kreativ. Lukas lässt sowieso JEDES Brot in der Schultasche vergammeln. Deshalb kriegt er stattdessen ab und an Geld für ein Schnitzelbrötchen.

Das Rabenelterngewissen gibt es gratis dazu.

Dabei weiß man inzwischen, dass Pausenbrote tatsächlich wichtig sind. Dass gutes Essen gerade zwischen den Schulstunden echt noch mal helfen kann, die Konzentration und die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Es wird also Zeit für ein kleines Experiment.

Ich hab es einfach mal ausprobiert. Ich habe Stullen geschmiert. Probehalber – für die Fahrt in den Urlaub.

Ein paar richtig coole Rezepte dazu hab ich auf der Seite „Aktion gesundes Pausenbrot“ von LaVita gefunden – guck mal HIER.
Ein feines Familienunternehmen aus Bayern, das sich mit gesunder Ernährung befasst und das der Ex-Eishockeystar Gerd Trunschka gegründet hat.

Ausprobiert und – vor allem vom 12-jährigen Finn und vom 2-jährigen Theo – für gut befunden:

Das Tomate-Mozzarella-Brot

Wichtig bei allen Pausenbrot-Ideen – du solltest nicht zu körniges oder krümeliges Vollkornbrot nehmen. Sonst fällt alles auseinander und ist schier unmöglich unter der Schulbank auf dem Rücksitz im Auto zu essen.

Tomate-Mozzarella-Brot
Tomate-Mozzarella-Brot

So geht’s:

  • zwei Scheiben weiches Vollkornbrot vom Bäcker
  • eine mittelgroße Tomate (ich schnupper immer an den Tomaten im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, wenn sie nach Tomate riechen, dann sind sie gut. Tun leider die wenigsten. Probier’s mal.)
  • ein Paket Mozzarella (hab ich noch nicht nicht ohne Plastikverpackung entdeckt – freu mich aber über Tipps)
  • zwei, drei Blätter Basilikum
  • Salz, Pfeffer, Balsamico-Creme
  • Tipp: ein Salatblatt drunter legen, dann weicht es nicht so durch.

Haben die Kinder mit Genuss gegessen – und zaubert selbst später im Jahr noch ein bisschen Sommerurlaub in die Brotdose. Das Originalrezept findest du auch noch mal hier – und eine Youtube-Anleitung auf dem LaVita-Channel: hier.

Apropos Brotdose – so geht’s auch ohne Plastik

Ich versuche ja, so gut es geht, Plastik in unserem Familienleben zu reduzieren. Hier hab ich dazu schon mal was geschrieben. Deshalb hat Theo schon seit seiner Geburt seine eigene kleine Metallbrotdose. Die ist zwar nicht auslauffest und wasserdicht, aber bis jetzt haben wir das auch noch nicht gebraucht.

Theos Brotdose
Theos Brotdose

Ich transportiere darin seine Lieblingskekse, Salzstangen, Äpfel und eben Brote. Wenn ich das Gefühl habe, dass das Brot auseinander fallen könnte, dann kommt allenfalls noch ein bisschen gutes altes Butterbrotpapier drumherum, war aber erst ein einziges Mal nötig.

Getränke transportiere ich am liebsten in der Soulbottle aus Glas – oder in den Flaschen von Klean Kanteen (die den Nachteil haben, dass man nicht reinsehen kann).

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Soul Bottle und Klean Kanteen

Theo hat jetzt seine eigene kleine Flasche – die Kid Kanteen. Die hat allerdings einen Schraubverschluss aus Polypropylen – immerhin ohne Weichmacher. Der Rest ist aus unbeschichtetem Edelstahl.

Kid Kanteen für unterwegs
Kid Kanteen für unterwegs

Ansonsten sind aber auch umfunktionierte kleine Kakaoflaschen aus Glas ganz praktisch. Die hatte ich selbst als Kind immer dabei.

Äpfel und anderes Obst transportiere ich gerne in Weckgläsern oder – noch einfacher – anderen alten Gläsern mit Schraubverschluss. Seit unserem Plastiktripp sammeln die sich zuhauf bei uns an.

Apfel im Glas
Apfel im Glas

Übrigens: DAS hier hat den Kindern (zwei von dreien) auch noch richtig gut geschmeckt:

Avocado-Brot mit Paprika und Nüssen

Dazu brauchst du:

  • zwei Scheiben Vollkornbrot (siehe oben)
  • eine halbe Avocado, zerdrückt und mit etwas Zitrone beträufelt
  • Paprikaschnitze
  • Salz und Pfeffer
  • zerbröselte Walnüsse (oder andere Nüsse nach Geschmack)

Das Original-Rezept findest du wieder hier – da sind Sprossen drauf. Finde ich  persönlich auch lecker. Noch mehr Rezepte und Infos findest du übrigens auch auf der Facebook-Seite „Gesundes Pausenbrot“.

Avocado-Paprika-Nüsse-Brot
Avocado-Paprika-Nüsse-Brot

 

Lecker sind auch die Tomaten-Quark-Brotspieße – allerdings sind die unterwegs ein bisschen schwierig zu essen. Einfach weil beim Abbeißen immer der ganze Quark rausgematscht ist und dann alles an dem Autositz Fingern und Klamotten hing. Aber als Abendbrot auf jeden Fall ne schöne Alternative.

Tomaten-Quark-Vollkornbrot-Spieße
Tomaten-Quark-Vollkornbrot-Spieße

Also: Das neue Schuljahr kann kommen. Mit ein bisschen Sommergeschmack auf dem Pausenbrot. Das wird in Zukunft jedenfalls nicht mehr AUSSCHLIESSLICH Männersache bei uns sein.

Wenn du auch noch ein paar gute Pausenbrot-Ideen hast: Ich freu mich über Anregungen in den Kommentaren.

 

* Sponsored Post: Ich bekomme für diesen Artikel Geld. Ich nehme allerdings nur Aufträge und Projekte an, die ich tatsächlich für gut befinde und hinter denen ich persönlich stehe.

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