6 einfache Schritte für ein selbstgenähtes Kuschel-Schal-Kragen-Dings

Vorsatz fürs neue Jahr: mehr selbst machen.
Das Problem: Ich kann Do-It-Yourself eigentlich nicht besonders gut.

Ich sehe ganz viele tolle Ideen im Netz, denke DAS willst du auch machen – und stelle dann fest: Ich bin einfach viel zu ungeduldig. Oder zu ungeschickt.

Wenn ich also schon mal was selbst mache, dann sollte es halbwegs schnell und unkompliziert gehen.

Das gilt fürs Möbel anstreichen (Danke Annie Sloan – dazu ein anderes Mal mehr), das gilt für alles andere.

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In diesem Fall gilt es für Kuschel-Schal-Kragen-Dingse. Ich weiß nicht, wie ich sie sonst nennen soll. Schon ein Loop irgendwie, aber die normalen Loops, also diese geschlossenen Schals, haben den Nachteil, dass sie für mich oft zu weit sind. Und dann ist es ungemütlich, pfeift rein und bringt nix. Jedenfalls wenig Wärme. Mag ich nicht.

Deshalb habe ich mir ein Schal-Kragen-Modell von Theo abgeguckt, das er zur Taufe geschenkt bekommen hat – und nachgenäht.

Es dauert vielleicht 10 Minuten in der Produktion, ist einfach zu nähen und ist ein tolles Mitbringsel.

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Den Stoff dazu bestelle ich bei meinem Lieblingsstoff- und Dekoladen im Internet: Stoff&Stil.

Musst du unbedingt mal reinschauen, die haben tolle Sachen.

Hier ist, was du tun musst:

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  1. Bestelle/kaufe einen coolen Stoff für außen, ich nehme gerne Jersey, – und einen Fleecestoff für innen. Ich nehme immer einen Meter von beidem, das reicht für ungefähr 5 Exemplare. Alternativ kannst du statt Fleecestoff auch z.B. Ikea-Fleecedecken nehmen und zerschneiden.
  1. Schneide ein Rechteck aus dem Fleecestoff raus. Ich nehme als Maße 60 Zentimeter in der Länge und etwa 25 in der Breite, aber das kannst du variieren, je nach dem wie eng oder hoch das Kragen-Schal-Dings sitzen soll.

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  1. Lege das geschnittene Rechteck auf den Außenstoff deiner Wahl und schneide an der Kante entlang. Ich befestige beides mit Stecknadeln, damit nichts verrutscht. Wichtig: natürlich beide Stoffe auf Links drehen und aufeinanderlegen, damit man später die Nähte nicht sieht.

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  1. An den Kanten entlang beide Stoffteile auf links zusammennähen bis auf ein ungefähr fingerlanges Stück am Ende. Nicht vergessen am Anfang und Ende kurz rückwärts zu nähen und dann wieder vorwärts weiter, damit die Nähte nicht aufgehen.

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  1. Stoff durch das noch offene fingerlange Stück auf rechts wenden, also richtig rum. Dann auch das letzte Stück zunähen.

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  1. Jetzt wieder so übereinanderlegen, dass die beiden kurzen Kanten aufeinanderliegen. Ich würde die Fleeceseite nach außen nehmen, dann sieht man später wieder die Naht nicht. Jetzt also die kurze Seite zu einem geschlossenen Kragen zusammennähen und wieder umdrehen, so dass der schöne Stoff nach außen zeigt. Fertig.

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Ich habe – weil’s bei Baby Theos Schal-Kragen-Dings so war – auch noch Aussparungen an den Schultern rausgeschnitten und quasi eine Welle in den Kragen genäht. Hat sich aber nicht so richtig bewährt.

Ist wie gesagt schnell gemacht – und selbst wenn es wie bei mir nicht so perfekt läuft, sieht es immer noch okay aus, finde ich.

5 Fehler, die ich gemacht habe und die, glaube ich, ziemlich typisch sind:

  1. Alles komplett zu genäht, so dass ich den Stoff nicht mehr wenden konnte.
  2. Zu groß genäht. Dann bläst es wieder rein.
  3. Leichter Versatz bei der letzten Naht. Steht ein bisschen was über. Egal.
  4. Letzte Naht (Punkt 6) von außen genäht. Sieht scheiße aus.
  5. Muster falschrum genäht. Äpfelmotiv auf dem Kopf. Sieht auch mist aus, aber nicht ganz so schlimm.

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Das ist, weil ich die Idee von Dingen mehr liebe, als die konkrete Umsetzung. Und weil ich eben ungeduldig bin. Es muss schnell gehen. Das tut es – und ist – BEINAHE – idiotensicher.

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