1 Brief bei dem mir die Tränen gekommen sind

Sometimes,“ said Pooh, „the smallest things take up the most room in your heart.“

Eine Freundin, eine gute Bekannte eigentlich, hat mir geschrieben. Ihr Kind ist bei der Geburt gestorben. Sie wusste, dass das sehr wahrscheinlich passieren würde und wenn nicht, dann hätten sie und ihr Mann nur wenige Stunden, vielleicht ein paar Tage mit dem Kind gehabt. Auch das wusste sie. Und trotzdem, schreibt sie, hat nichts sie auf diesen schrecklichen Moment vorbereiten können. Sie haben die ganze Nacht mit dem Mädchen verbracht, wollten keine Minute missen. Dann mussten sie das Kleine gehen lassen. Ihr Brief ist trotzdem voller Liebe. Und das bewundere ich sehr an ihr. Manchmal denke ich, die Kleine hatte genau diese Aufgabe: den beiden zu zeigen, zu wie viel Liebe sie fähig sind – und wie stark sie sein können.

Gleichzeitig denke ich dann an Baby Theo. Auch meine Schwangerschaft war nicht ganz komplikationslos. Wir wussten bis zur Geburt nicht, ob er gesund sein würde. Aber immerhin: Wir wussten er würde leben. Auch wenn ich mir da in den ersten Stunden nicht ganz sicher war. Er ist erstmal direkt auf der Intensivstation gelandet – mit Atemunterstützung. Heute ist alles gut – der kleine Kerl ist gesund und munter und robbt wild durch die Gegend.

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Baby Theo

Meine Freundin schreibt, dass ihnen wieder klar geworden ist, wie wertvoll das Leben ist und dass sie es in vollen Zügen ausschöpfen wollen. Und genau das denke ich in solchen Momenten auch: Wir sollten das Leben genießen, auskosten und feiern. Nicht panisch auf der Suche nach neuen Höhepunkten und Herausforderungen, sondern ganz entspannt. Was bleibt sind wunderschöne, manchmal traurige, hoffentlich immer liebevolle Erinnerungen. Viel mehr doch eigentlich nicht?!

Das Zitat am Schluss ihres Briefes fand ich besonders schön. Das will ich für mich festhalten:

I am nothing special, of this I am sure. I am a common man with common thoughts and I’ve led a common life. There are no monuments dedicated to me and my name will soon be forgotten, but I’ve loved another with all my heart and soul, and to me, this has always been enough.“

immer noch ein bisschen traurig,

Deine Trieneke

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